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Ehegattenunterhalt


Nachehelicher Unterhalt


Zu beachten ist, dass es sich beim nachehelichen Unterhalt und beim Trennungsunterhalt um zwei verschiedene Unterhaltstatbestände handelt. Dies bedeutet, dass der ausgeurteilte Trennungsunterhalt nach Rechtskraft der Scheidung nicht mehr verlangt werden kann. Gegebenenfalls muss ein nachehelicher Unterhalt gesondert beantragt und durch das Gericht festgestellt werden.

Zu beachten ist dabei, dass das Gesetz davon ausgeht, dass sich nach Rechtskraft der Scheidung grundsätzlich jeder Ehegatte selbst zu unterhalten hat. Nur wenn ihm dies aus bestimmten Gründen (Kindererziehung, Krankheit, etc.) nicht möglich ist, besteht ein Anspruch auf nachehelichen Unterhalt. Auf diesen nachehelichen Unterhalt kann, anders als auf Trennungsunterhalt, auch verzichtet werden. Auch kann der nacheheliche Unterhalt der Höhe nach begrenzt bzw. zeitlich befristet werden. Gerade die Fragen, ob überhaupt, in welcher Höhe und wie lange nachehelicher Unterhalt verlangt werden kann, setzen fachliches Spezialwissen voraus, sodass es unumgänglich ist, zur Regelung des nachehelichen Unterhalts den Rat eines Fachanwalts für Familienrecht einzuholen.

Auch ist zu beachten, dass die zeitliche Befristung des nachehelichen Unterhalts rechtzeitig beantragt werden muss. Eine spätere Beantragung der zeitlichen Befristung ist unter Umständen nicht mehr möglich, wenn die Frage beim erstmaligen Festlegen des nachehelichen Unterhalts bereits beantwortet werden hätte können.

Insgesamt können gerade bei der Festlegung des nachehelichen Unterhalts viele Fehler gemacht werden, sodass hier die rechtzeitige Einholung fachlichen Rates unumgänglich ist.