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Die häufigsten Fragen zum Umgangsrecht:



Das Umgangsrecht ist ein selbständiges, vom Sorgerecht unabhängiges Recht des Kindes und desjenigen Elternteils, bei dem das Kind nicht lebt. Umgangsberechtigt (und –verpflichtet) ist jeder Elternteil mit dem das Kind nicht zusammenlebt, unabhängig davon ob es sich um ein ehelich, oder ein unehelich geborenes Kind handelt. Die genaue Rechtslage ist für viele Betroffene unklar und unübersichtlich. Wir haben für Sie häufige Fragen von Alleinerziehenden zu diesem Thema beantwortet.

Wer hat die Kosten des Umgangs zu tragen?
Im Grundsatz hat derjenige, der das Umgangsrecht ausübt die Kosten hierfür alleine zu tragen. Das bedeutet, dass der Umgangsberechtigte das Kind holen und wieder zurückbringen muss und ggf. alle Fahrtkosten hierfür zu tragen hat. Auch Verpflegungskosten für die Zeit in der der Umgang ausgeübt wird, hat der Umgangsberechtigte zu tragen.
Dies gilt auch für den Fall, dass die Wohnorte des Kindes und des umgangsberechtigten (meist der Vater) sehr weit auseinander liegen. Häufig finden die Beteiligten in diesen Fällen aber eine Möglichkeit, sich die langen Fahrtwege (und Fahrkosten) zu teilen.

Was kann ich tun wenn mir mein Umgangsrecht verweigert wird? Ziel des Umgangsrechts ist es, die Beziehung des Kindes auch zu dem Elternteil aufrechtzuerhalten mit dem das Kind nicht (oder nicht mehr) zusammenlebt, so dass dem Kind beide Eltern als Bezugspersonen und Bindungspartner erhalten bleiben. Daher hat ein Kind einen Anspruch auf Umgang mit beiden Elternteilen und beide Elternteile sind grundsätzlich verpflichtet, diesen Kontakt mit dem Kind ungestört zu ermöglichen.
Der Elternteil, bei dem das Kind lebt soll den Kontakt Kindes zum anderen Elternteil unterstützen und Loyalitätskonflikte des Kindes vermeiden. Für beide Eltern gilt die sogenannte „Wohlverhaltensklausel“ des § 1684 BGB, die beide zu loyalem Verhalten dem anderen gegenüber verpflichtet.
Wird das Umgangsrecht von einem Elternteil verweigert oder vereitelt kann dies sogar bis zum Entzug der elterlichen Sorge führen.
Sie sollten sich in diesem Fall zunächst an das zuständige Jugendamt wenden, so dass zwischen den Beteiligten vermittelt werden kann, so dass der Umgang mit Ihrem Kind wieder ungestört möglich ist.
Ist eine außergerichtliche Einigung nicht möglich, sollten Sie beim Familiengericht einen Antrag auf Einräumung Ihres Umgangsrechts stellen.

Wie kann ich dem Umgang einschränken / verhindern?
Wie bereits ausgeführt wurde, besteht ein Anspruch des Kindes auf Umgang mit beiden Elternteilen und beide Eltern haben den Kontakt zum anderen zu fördern und zu ermöglichen.
Dem anderen Elternteil kann daher nur in gravierenden Ausnahmefällen der Umgang mit seinem Kind verweigert werden. Ein Ausschluss des Umgangs kommt beispielsweise in Betracht bei Entführungsgefahr oder sexuellem Missbrauch des Kindes. Teilweise auch in Fällen von Alkohol oder Drogenmissbrauch.
Kein Ausschlussgrund für den Umgang sind grundsätzlich dagegen schwerwiegende Spannungen zwischen den Eltern. Beide Elternteile sind grundsätzlich verpflichtet, diesen Kontakt mit dem Kind ungestört zu ermöglichen.

Darf ich, wenn ich als Umgangsberechtigter in den Ferien die Kinder mehrere Wochen betreue den Unterhalt kürzen? Ganz klar: Nein! Die Kosten für die Ausübung des Umgangsrechts (Fahrtkosten, Verpflegungskosten etc) hat der Umgangsberechtigte alleine zu tragen. Der andere Elternteil muss sich daran nicht beteiligen. Deshalb darf auch der Unterhalt nicht gekürzt werden.
Nur wenn sich die Situation so sehr verändert, dass das Kind faktisch bei Ihnen seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort hat und dies über einen längerfristigen Zeitraum so bleiben soll, können und müssen die Unterhaltsvereinbarung und die Umgangsvereinbarung ggf. vollständig geändert werden.

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